Mit handfestem Zupacken der Weinfreunde aus Walter Moßners „Genossenschaftsinitiative Erlebnis Weinberg“ nahm das Projekt am 23.5.2015 kräftig Fahrt auf.

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Wo andere Mitbürger an Pfingsten am Sofa relaxen und die wohlverdienten Feiertage samt Bundesligaabschluß genießen, rief der Winzer Werner Emmerich von der gleichnamigen Premiumwinzerei in Iphofen die Weinfreunde Walter Moßnerss zur tatkräftigen Mitarbeit zusammen.

Der Wettergott hatte ein Einsehen und zeigte sich freundlicher als vorhergesagt, was allerdings den Schweiß gleichfalls heftig fließen ließ. 5 Stunden Arbeit im Steilhang von geschätzten und gefühlten 50 Grad Steigung kann sich der durchschnittliche Normal-Weinverbraucher schwerlich vorstellen: Diese mühselige Tätigkeit steht dem schwer verdienten Brot eines Bergbauern mit Sense und Sichel bei der Heuernte im Steilhang in Nichts nach.

Zunächst galt es 2-3 Reihen durch einen Autounfall gänzlich zerstörter Reben durch veredelte Gewürztraminer Jungpflanzen zu ersetzen:

Orientierungsseil spannen, Pflanzzeichen einschlagen, Löcher für die Jungpflanzen in den harten und ausgetrockneten Lehmkeuper-Boden hacken, die Jungpflanzen mit Pflanzerde bedecken und mit dem Lehm befestigen, sodann angießen- und all dies ohne Seilsicherung- ein mehr als gewöhnungsbedürftiger Drahtseilakt, bei dem ein 3. Arm hilfreich gewesen wäre.

Der herrliche Blick in die weite Mainebene und über die Südwesthänge des Steigerwaldes entschädigte bei kurzen Ruhepausen. So manchem Weinbruder kam das Frankenlied in den Sinn und daß der Winzerschutzherr Kilian diesmal die neu gesetzten Reben wachsen, gedeihen und von neuem Unheil verschont lassen möge.

Die urige Brotzeit in derart exponierter Lage, klassisch fränkische Hausmannskost mit köstlichen Kerner-, Müller Thurgau sowie Rotling Tropfen, belohnte für eifriges Zupacken und rundete einen harmonischen und geselligen Tag wunderbar ab.

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