Schon das 4.Treffen der „Freunde des Weinbergs“ in der Saison 2015 unter der immer fachkundigen Anleitung des Premiumumwinzers Werner Emmerich

Es ging zum diesmal bei erträglicherenTemperaturen um das Thema „Triebkorekktur! Triebkorrektur ist eigentlich schon die Vorstufe zur Lese!

Natürlich bleiben beim biologischen Anbau und dem haben sich Walter Mosner bei seinem Projekt und die Premiumwinzer mit denen er arbeitet, verschrieben, natürliche Schädlinge, wie Mehltau nicht aus!

Hier gibt es aber Eingriffsmöglichkeiten und das war ein Ziel des heutigen Arbeitseinsatzes: Entfernen der Blätter auf der sonnenabgewandten Seite rund um die Trauben. Intention der Maßnahme und gewünschter Erfolg:
Echter und falscher Mehltau benötigt Flüssigkeit zur Verbreitung, das Entfernen der Blätter bewirkt Verminderung der flüssigkeitsintensiven Flächen und intensiviert die Sonneneinstrahlung. Warum nur auf der sonnenabgewandten Seite: Bei Hitzeperioden wie derzeit, würde ein Entfernen der Blätter auf der Sonnenseite zum Ausbrennen der Trauben führen, der „Erfolg“ wäre fatal, die Weinernte würde massiv reduziert.

Bei dieser Maßnahme können zudem „Kummertriebe“ und Doppeltriebe entfernt werden.

Die Weinschwestern und –brüder, diesmal immerhin mit der stattlichen Zahl von 18 vertreten, konnten sich zunächst ein Bild von der Tragweite der Trockenheit bei Spätburgunder, Domina und Dornfelder machen: Die Saison 2015 ist insofern extrem im Vergleich zu vorhergehenden Jahren.

Massive Sonneneistrahlung bedingen zwar mangelndes Wachstum der Trauben nicht jedoch zwangsläufig eine Einbuße an Qualität: die Trauben bleiben kleiner, die Quantität der Ernte kleiner (die Preise höher). Eine Bedrohung ist jedoch, wenn die Grasansaat zwischen den Rebenreihen erfolglos bleibt (wie dies Jahr). Heftige Gewittergüsse können den Mutterboden wegspülen, auch mittelalterliche Rebstöcke sind gefährdet, im Extremfall mußten schon der gesamte Traubenbestand von den Wintern entfernt werden um die Rebstöcke dazu zu verleiten, alle Kraft auf Ihre Wurzeln zu verwenden.

Nach den Rotweinreben am Kronsberg, erfolgte die Triebkorrektur im Gewürztraminer Anbaugebiet „Seinsheimer Höhenbühl“. Die Weinparadiesscheue in Ippesheim entschädigte für diesmal mäßigen Arbeitseinsatz, die Weinschwestern-und brüder sind gespannt auf die Fortsetzung.

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