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Erlebnis Weinberg 11.05.2019

Am 11.519 war es wieder soweit, um 10 Uhr trafen sich die Teilnehmer im Weingut Hillabrand zum zweiten Mal.
Zum Einstieg gab es einem Glas Secco (Weiß oder Rosé), so lassen wir den Erlebnis Weinberg Tag gerne beginnen.


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Bild: h. Betzold

Markus Hillabrand erläuterte uns kurz das Thema:

Triebkorrektur - Menge und Güte
Wasserschosse und Kümmertriebe ausbrechen

  • Es treibt zu viel! Nur durch „Ausbrechen“ und Abschneiden von Trieben erreichen wir jetzt schon eine gewisse Selektion im Weinberg und somit erste Ertragsreduzierung.
  • Nach dem Rebschnitt ist das die zweite, sehr wichtige Arbeit hin zur Qualität.
  • Da beim Austrieb viele „versteckte“ Augen und auch manche Beiaugen austreiben, sind zu viele Triebe am Stock, eine doppelte Triebanzahl ist schon mal möglich.
  • So kann der Rebstock sich entfalten und atmen.
  • Natürlich ist das Laub unverzichtbar, um die Trauben zu schützen, aber zu viel kann auch dazu führen, dass die Trauben bei Regen schlecht trocknen, weil keine Luft hinkommt
  • Am einfachsten sind diese Arbeiten, wenn die Triebe erst 20 Zentimeter lang und noch recht weich sind.

Danach ging es los in den Weinberg. Im Weinberg haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt, die eine Gruppe begann mit dem Ausschneiden, die andere Gruppe mit Ausbrechen.

Durch die Arbeit im Weinberg kamen noch Fragen auf bezüglich Düngen der Weinreben, Fäulnis und Schädlingsbefall..

Es sollten den Pflanzen auch einen Dünger aus organischen Materialien, wie zum Beispiel in Form von Kompost, Stallmist, oder Trester, zugeführt werden. Der organische Dünger reichert den Boden an, wovon die Reben dann bis in den Herbst hinein zehren können. Außerdem wird die Struktur des Bodens durch die Kompostgabe verbessert und Faktoren wie Feuchtigkeit, Sauerstoffgehalt und Wärme werden positiv beeinflusst.

Die zahlreichen Feinde des Rebstocks, sind Pilze (Mehltau, Schwarzfäule, sowie tierische Schädlinge (Reblaus)). Das kann durch Mangel an bestimmten Nährstoffen verursacht werden.

Der Regen würde ihm für den Mai gut reichen, aber ein wenig mehr Puffer wäre für die kommenden Monate gut. Aber der trockene Sommer des letzten Jahres (2018), kann die Rebe verkraften, wenn es immer wieder regnet in den nächsten Monaten. Sonst muss bewässert. Noch so einen Sommer würden die Reben nicht überstehen.

Was kann man gegen Frost tun, da doch die „Eisheiligen“ noch bevor stehen.
a) Frostschutzberegnung: Es legt sich ein Eismantel um die Knospen und schütz diese so vorm Frost (nur bei Trockener Witterung)
b) Bodenbearbeitung: Eine vorhandene Begrünung vor dem wahrscheinlichen Frostereignis stark einkürzen bzw. Mulchen

Weiter information unter: www.weinbauring.de

Welche verschiedene Möglichkeit gibt es zum Klären von Wein?

Gelatine/ Eiweiß: Eiweiß verringert den Gerbstoffgehalt und lässt den Wein milder werden im Geschmack. Es kann bei der Klärung auch ein Protein aus der Fischblase oder Gelatine helfen. Ebenso wird Casein aus frischer Milch eingesetzt.

Veganer Wein: es wird die Klärung durch ein pflanzliches Protein unterstützt, das aus Erbsen, Bohnen oder Kartoffelstärke gewonnen wurde.

Zum Abschluss im Weinberg, zeigte uns Markus Hillabrand einen Weinberg /Lage, dort wurde auf einem alten Dornfelder Rebstock ein Weißburgunder aufgepfropft. Die erst Ernte wird ca. nach 3 Jahren erwartet.

Carolin Hillabrand bereitet uns ein Fränkisches Mittagessen „Bohnakern und Klöß“ zu. Einfach nur „KÖSTLICH“

Walter Moßner unser Initiator, begrüßte noch neue Teilnehmer, die am ersten Termin nicht dabei sein konnten.

Er informierte uns noch, dass wir eine Teilnehmerliste erhalten, im September noch eine Schiffart geplant ist, sowie dass die Teilnehmer vom letzten Jahr „Erlebnis Weinberg“ ihre Weinetiketten bekommen.

Wir ließen den Tag mit gutem Essen und guter Unterhaltung ausklingen und freuen uns schon auf unseren nächsten Termin am 15.06.2019.

P.S. Buchtipp: die Weinmacher – in dem auch Markus Hillabrand zu finde ist

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